Verbinden Menschen und Unternehmen
In diesem Podcast erforscht Andrej Schindler die Frage, was es bedeutet, Verantwortung in Unternehmen und Organisationen zu übernehmen. Dafür interviewt er Unternehmerinnen, Geschäftsführerinnen und Führungskräfte und beleuchtet die vielfältigen Ansätze von Verantwortung – mal ganz persönlich, mal philosophisch.
Die Fragen sind praxisnah an den Erfahrungen aus unserer täglichen Arbeit orientiert.
Wem gehört eigentlich der Boden, auf dem wir leben? In dieser Folge spricht David Matthée, geschäftsführender Vorstand der Stiftung trias, über Verantwortung an der Spitze einer gemeinnützigen Organisation, über gemeinschaftliches Wohnen und darüber, warum Grund und Boden aus seiner Sicht kein Spekulationsobjekt sein sollte, sondern Gemeingut.
Es geht um Erbbaurecht, Bodenfonds und die Frage, wie Zivilgesellschaft und Politik gemeinsam neue Antworten auf die Wohn- und Bodenfrage unserer Zeit finden können. Eine Folge über Verantwortung, Vertrauen und den Mut, Grund und Boden neu zu denken.
Link zur Stiftung trias: https://www.stiftung-trias.de
Link zum politischen Positionspapier der Stiftung trias: https://www.stiftung-trias.de/aktuelles/wir-brauchen-einen-kurswechsel/
Was bedeutet Verantwortung in der Führung, in der Bildung und in der Begleitung von Menschen?
In dieser Folge von „Kunst der Verantwortung“ spricht Andrej mit Brigitte Kaldenberg, Leiterin der HFHS (Höhere Fachschule für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialpädagogik) in Dornach bei Basel. Seit über 20 Jahren prägt sie die Entwicklung der Höheren Fachschule und begleitet angehende Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen auf ihrem Weg in einen Beruf, der fachliche Kompetenz und persönliche Haltung gleichermaßen fordert.
Im Gespräch erzählt Brigitte von ihrem eigenen Weg in die Verantwortung, ihrem Verständnis von Führung und der Bedeutung von Entwicklungsräumen. Sie spricht darüber, warum gute Führung nicht auf Kontrolle, sondern auf Vertrauen basiert, weshalb Fragen oft wichtiger sind als Antworten und welche Rolle Selbstreflexion in der Ausbildung sozialer Berufe spielt.
Außerdem gibt sie spannende Einblicke in die Arbeit der HFHS, das anthroposophische Menschenverständnis und die Herausforderungen der Sozialpädagogik in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Ein Gespräch über Menschen, Entwicklung und die Frage, wie Verantwortung Räume schaffen kann, in denen andere wachsen.
In dieser Folge von Kunst der Verantwortung spricht Silke Stremlau über ihren außergewöhnlichen Weg von der Umweltbewegung in die Welt der nachhaltigen Finanzen. Sie zeigt, warum Kapital weit mehr ist als ein wirtschaftliches Instrument und wie Investitionen entscheidend dazu beitragen können, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.
Silke gibt persönliche Einblicke in ihre Karriere bei führenden nachhaltigen Finanzinstituten, berichtet von ihrem Weg in verantwortungsvolle Führungspositionen und erklärt, warum die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Finanzbranche oft ein langer und anspruchsvoller Prozess ist.
Dabei wird deutlich: Nachhaltige Geldanlagen sind weit mehr als der Ausschluss problematischer Branchen. Es geht um innovative Finanzierungsmodelle, konkrete Lösungen und die Frage, wie Kapital gezielt dorthin gelenkt werden kann, wo echter Wandel entsteht.
Besonders spannend ist ihr Blick auf eine der zentralen Zukunftsfragen unserer Zeit: Wie finanzieren wir die Transformation von Energieversorgung, Mobilität, Landwirtschaft und Immobilienwirtschaft? Silke macht deutlich, warum Nachhaltigkeit längst kein Nischenthema mehr ist – sondern ein entscheidender Hebel für wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftlichen Fortschritt und eine lebenswerte Zukunft.
Eine inspirierende Folge über Verantwortung, Wirkung und die Kraft des Geldes, Zukunft zu gestalten.
Johannes Bender - Lebendige Landwirtschaft statt industrielle Kontrolle
Was hat Saatgut mit Freiheit zu tun? Warum ist Landwirtschaft weit mehr als Lebensmittelproduktion? Und weshalb wird die Frage nach Verantwortung gerade beim Thema Gentechnik so entscheidend?
In dieser Folge spricht Andrej mit Johannes Bender über seinen außergewöhnlichen Weg – von der Marine über Marketing und Unternehmensberatung bis hinein in die biodynamische Landwirtschaft und die Welt des ökologischen Saatguts.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Verantwortung entsteht: für Lebensmittel, für Landwirtschaft, für gesellschaftliche Entwicklungen – und letztlich dafür, wie wir in Zukunft leben wollen.
Gemeinsam sprechen sie über:
• die Bedeutung von freiem und nachbaufähigem Saatgut,
• die Idee einer lebendigen Landwirtschaft,
• Verantwortung in Unternehmen und Netzwerken,
• die Herausforderungen industrieller Lebensmittelproduktion,
• sowie die aktuelle Debatte um neue Gentechnik und die geplante Abschaffung der Kennzeichnungspflicht in der EU.
Eine intensive und inspirierende Folge über Haltung, Zukunftsfähigkeit und die Frage, wer eigentlich entscheidet, was auf unseren Tellern landet.
In dieser Folge spreche ich mit einer Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie über Demenz – und darüber, wie schwierig es ist, die Psyche wirklich zu greifen. Während viele körperliche Erkrankungen messbar sind, bewegen wir uns hier oft in einem Spannungsfeld aus Beobachtung, Erfahrung und Annäherung.
Wir sprechen über den Weg in die Medizin, die Unterschiede zwischen Neurologie und Psychiatrie und darüber, warum Diagnosen häufig wie ein Mosaik aus vielen einzelnen Bausteinen entstehen. Es geht um Alzheimer als häufigste Form der Demenz, aber auch um behandelbare Ursachen, die oft übersehen werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage von Verantwortung: Wie trifft man Entscheidungen gemeinsam mit dem Patienten? Wie geht man mit Unsicherheit um – gerade dann, wenn es keine klaren Antworten gibt?
Außerdem werfen wir einen Blick auf moderne Therapieansätze, die weit über Medikamente hinausgehen: von Bewegung und Tagesstruktur bis hin zu Kunst-, Tanz- und tiergestützter Therapie.
Eine Folge über die Grenzen der Messbarkeit, über Menschlichkeit in der Medizin – und über die Erkenntnis, dass es oft mehr Möglichkeiten gibt, als man zunächst denkt.
In dieser Folge von Kunst der Verantwortung spricht Andrej mit Sebastian, Geschäftsführer und Eigentümer von Waldorfshop, über seinen Weg vom Amazon-Manager zum sinnorientierten Unternehmer.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Was bedeutet Verantwortung wirklich – für sich selbst, für andere und für ein Unternehmen? Sebastian teilt offen seine Erfahrungen mit Leistungsdruck, einem Menschenbild im Konzernkontext und dem Wunsch nach mehr Sinn und echter Verantwortung im Arbeitsleben.
Er gibt Einblicke in den Aufbau von Waldorfshop, ein Unternehmen im Verantwortungseigentum, und zeigt, wie Freiheit, Vertrauen und Selbstverantwortung im Team gelebt werden können – aber auch, wo die Herausforderungen liegen. Besonders eindrücklich beschreibt er die Krisenjahre des Unternehmens und wie ihn diese Zeit persönlich geprägt hat.
Eine Folge über Unternehmertum, Werte, Fehler, Wachstum – und die Kunst, Verantwortung bewusst zu gestalten.
Wie fühlt sich ein Unternehmen wirklich an – jenseits von Stellenprofilen und Leitbildern? In dieser Folge von Kunst der Verantwortung sprechen wir darüber, warum wir Organisationen immer persönlich besuchen, bevor wir Führungspersönlichkeiten vermitteln. Denn Kultur steht nicht im PDF, Atmosphäre zeigt sich nicht im Organigramm.
Vor Ort hören wir zwischen den Zeilen, sprechen mit Geschäftsleitungen und Mitarbeitenden, nehmen Stimmungen wahr und fragen uns: Was braucht diese Organisation wirklich – und ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Oft wird erst im direkten Erleben klar, welche Erwartungen, Spannungen oder strukturellen Fragen hinter einer Vakanz stehen.
Für uns ist dieser Besuch mehr als Analyse – er ist echte Begegnung. Aus den Eindrücken entsteht ein inneres Bild, das uns hilft zu erkennen, welcher Mensch fachlich und menschlich wirklich passt.
Seit über 16 Jahren trägt Martine Spöhrer Verantwortung für den Georgenhof – eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit Schule am Bodensee. In dieser Podcastfolge spricht sie über ihren Weg dorthin: von einer politisch aktiven Jugend in Frankfurt, über die Waldorfpädagogik, bis zur Einrichtungsleitung eines Ortes, der für viele Kinder und Jugendliche Schutz, Beziehung und Entwicklung bedeutet.
Martine denkt Verantwortung nicht quantitativ – nicht in Zahlen von Mitarbeitenden oder Kindern. Verantwortung meint für sie etwas anderes: eine bewusste Entscheidung, sich einer Aufgabe zuzuwenden und ihr zu entsprechen. Verantwortung als innere Freiheit.
Angesichts der vielen Zumutungen unserer Zeit sagt sie einen Satz, der hängen bleibt: „Aber wir bleiben gut gelaunt.“ Nicht als Verdrängung, sondern als Haltung: das mir Mögliche tun, auch wenn es wenig scheint – und dabei handlungsfähig bleiben.
Die Folge ist ein Gespräch über Verantwortung jenseits von Funktion und Kontrolle, über kollegiale Doppelspitze statt Einzelheldentum und über das Führen eines sozialen Unternehmens als lebendigen Entwicklungsprozess.
Mathias Forster erzählt in dieser Podcastfolge von seinem ungewöhnlichen Weg: vom Großkonzern in die Stiftungsarbeit, von Quartalszahlen zu Bodenfruchtbarkeit. Als Geschäftsführer der Bio Stiftung Schweiz hat er mit dem Bodenfruchtbarkeitsfonds ein weltweit einzigartiges Pilotprojekt initiiert, das Landwirt:innen nicht kontrolliert, sondern ihnen vertraut – und sie dafür bezahlt, die Lebensgrundlage unserer Ernährung zu regenerieren: den Boden. Denn Boden ist kein Objekt. Er ist ein Lebewesen.
Die Folge ist eine Reise durch persönliche Verantwortung, ökologische Intelligenz, neue Wirtschaftslogiken und die Frage, wie wir in einer überbeschleunigten Welt überhaupt noch sinnvoll planen können.
Ein Gespräch über Freiheit, Humus, innere Balance – und warum echte Nachhaltigkeit bei uns selbst beginnt.
Was ist eigentlich Potenzial? Ist es das, was jemand schon kann – oder das, was noch zur Wirksamkeit kommen will?
In dieser Folge sprechen Jonas von der Gathen und Andrej Schindler offen aus ihrer gemeinsamen Arbeit über genau diese Frage. Es geht um Begegnungen mit Menschen, bei denen im Gespräch „etwas zu flimmern beginnt“, um Bauchgefühle, die ernst genommen werden wollen, und um die Erfahrung, dass Lebensläufe oft nur die halbe Geschichte erzählen.
Sie teilen Einblicke aus der Vermittlungspraxis:
von jungen Idealist:innen, die mit großen Ideen aus der Universität kommen und erst Erdung finden müssen, bis zu erfahrenen Führungskräften, die nach Jahrzehnten im Beruf spüren, dass es so nicht weitergehen kann – aber noch nicht wissen, wohin.
Es geht um blinde Flecken, um die Kraft von Außenperspektiven, um Lebensmelodien, die sich erst zeigen, wenn man wirklich zuhört. Und um die Erkenntnis, dass Potenzial manchmal nicht in einer Person allein liegt, sondern zwischen zwei Menschen entsteht – etwa in einer Doppelspitze, die sich gegenseitig ergänzt.
Diese Folge ist eine Einladung, genauer hinzuschauen: auf Menschen, auf Biografien, auf das, was noch nicht perfekt formuliert ist – aber trotzdem schon da.